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Von Frauen und Quoten

Viel wird diskutiert in der Politik und in den Medien, über Frauen und Quoten und über den Sinn und Unsinn von Frauenquoten. In dem nicht enden wollenden Strom von Meldungen, Artikeln, Statements, Meinungen und Debatten, ist mir persönlich ein einziger Artikel im Gedächtnis geblieben. Dieser erschien am 28. Mai 2012 auf Spiegel Online. Der Artikel beschreibt am Beispiel von Norwegen, dass eine gesetzliche Frauenquote funktionieren kann, ganz entgegen aller Behauptungen von Gegnern eines solchen Konzeptes. Ich halte ihn für äußerst lesenswert.

Auch in Norwegen wurde die Frauenquote trotz vieler Gegenstimmen eingeführt und musste in der Anfangszeit mit aller Macht des Gesetzes durchgesetzt werden. Das Ganze ist nun schon zehn Jahre her und mittlerweile kann das Land die Früchte dieser Maßnahme ernten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine Selbstverständlichkeit, für Frauen und Männer gleichermaßen. Die Rollen und Aufgaben der Geschlechter haben sich angeglichen, auch auf dem Arbeitsmarkt.

In Deutschland sind wir noch weit entfernt von norwegischen Zuständen. Die ganzen positiven Entwicklungen, die in dem Artikel beschrieben werden, kommen aber nicht von alleine. Sie entstehen nicht auf freiwilliger Basis. Es braucht erst ein paar Quotenfrauen, bevor die Frauenquote ihren Sinn und Zweck erfüllt.

Ich persönlich bin für eine Frauenquote, denn ich bin davon überzeugt, dass eine Entwicklung in die richtige Richtung nur dadurch eingeleitet werden kann, indem die Unternehmen auf den richtigen Weg gelenkt werden und das passiert leider nicht ohne Zwang. So wie ein Auto, das in einem ausgefahrenen Weg mit tiefen Spurrinnen fährt, erst mit viel Kraft dazu bewegt werden muss, von diesem abzuweichen.